(Ein Beitrag im Rahmen des Blogtoberfests von Judith Peters)
Ich liebe das Konzept der To-Want-Liste. Wirklich. Es ist so simpel, dass man sich fragt: Warum ist da nicht schon viel früher jemand draufgekommen?
Die Idee stammt von Judith Peters, die das Wortspiel „To-Do vs. To-Want“ geprägt hat. Während eine To-Do-Liste dich mit dem moralischen Zeigefinger durch den Tag jagt („Hast du schon…?“), lädt eine To-Want-Liste dich ein, Wünsche zu formulieren. Dinge, die du wirklich erleben willst. Nicht, weil du sie „solltest“, sondern weil sie sich stimmig anfühlen.
Und dann ist da noch Judiths Claim: „Blog like nobody’s reading“. Schreibe, als würde niemand mitlesen. Nicht für Google, nicht für Likes, nicht für den nächsten Algorithmus-Tanz – sondern weil du etwas zu sagen hast.
Für mich ist das eine Herausforderung, ehrlich gesagt. Ich bin jemand, der viel denkt. Der Dinge drei Mal durchplant, bevor sie auch nur ansatzweise das Tageslicht erblicken. Private Gedanken öffentlich zu teilen? Das fühlt sich manchmal an wie Fallschirmspringen ohne vorherige Flugerfahrung.
Und doch spüre ich: Genau dort liegt Freiheit. In dem Mut, Worte fließen zu lassen, ohne sie vorher durch zehn Qualitätskontrollen zu schicken.
Das Blogtoberfest ist für mich also mehr als eine Schreib-Challenge. Es ist eine Einladung, loszulassen. Nicht zu warten, bis alles perfekt ist (Spoiler: wird es nie), sondern einfach zu beginnen – mit dem, was gerade da ist.
Also – hier ist sie: meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025.
Business & Projekte
Die letzten Monate waren … intensiv. Ich habe gelernt, geplant, ausprobiert – und manchmal auch gezweifelt (meistens nachts um drei natürlich, wenn ich mal wieder nicht schlafen konnte). Im vierten Quartal möchte ich all das bündeln und endlich sichtbar machen. Nicht, um „mehr“ zu leisten, sondern um das, was schon gewachsen ist, nach außen zu tragen.
- Meine Website Silent Sign geht endlich online.
Ich habe so lange an Texten, Strukturen und Details gefeilt. Ehrlich? Ich könnte noch drei Monate weiter feilen. Aber irgendwann muss sie einfach raus. Sie darf unperfekt sein. Sie darf fertig genug sein. Denn Sichtbarkeit entsteht durch Tun, nicht durch Warten. - Ich schreibe und veröffentliche 6 Blogartikel.
Sechs Artikel klingen vielleicht nicht nach viel – aber da ich ab Ende Oktober für einige Wochen in die Reha gehe, setze ich mir lieber realistische Ziele. (Und für mein Ego ist es viel besser, wenn ich diesen Punkt am Ende auch wirklich abhaken kann.) Ich will meinen Blog Schritt für Schritt aufbauen – leise, aber konstant. Jeder Artikel ist ein Baustein. Und falls einer davon etwas holprig wird: Auch gut. Perfektion ist nicht mein Ziel. - Ich teile meine Reise zu mehr Sichtbarkeit in meinem Blog.
Ich will zeigen, wie Sichtbar-Werden wirklich aussieht: mit Stolpersteinen, Zweifeln und diesem einen Tag, an dem nichts funktioniert, wie es soll. Meine Kundinnen sollen sehen: Sichtbarkeit darf ruhig, echt und unperfekt sein. - Am Ende des Jahres werde ich mein Zertifikat als Digital Marketing Expertin von der Digital Hero Academy in den Händen halten.
Das ist nicht nur ein Häkchen auf einer Liste. Das ist ein Symbol für alles, was ich in den letzten Monaten gelernt habe. Und ich will mir erlauben, stolz darauf zu sein – ohne sofort hinzuzufügen „aber eigentlich war’s ja nicht so schwer“. - Ich strukturiere mein Business in Notion.
Ich liebe Klarheit. Und ich liebe es, wenn Systeme funktionieren, ohne dass ich ständig daran herumbasteln muss. Notion ist mein Werkzeug dafür – auch wenn es sich anfangs anfühlt wie ein riesiger Baukasten ohne Anleitung. (Jeder, der schon mal frisch mit Notion angefangen hat, weiß, wovon ich rede.) Aber genau deshalb will ich es jetzt angehen: Weniger Chaos im Kopf, mehr Fokus auf das, was wirklich zählt. - Mit unserem RK Camperservice verdienen wir unsere erste Affiliate-Provision.
Ein kleines Ziel – aber ein großer Meilenstein. Weil es zeigt: Konsequentes Dranbleiben zahlt sich aus. Auch wenn’s manchmal zäh ist. - Mindestens zwei Blog-Challenges stehen auf dem Plan
Judiths Blogtoberfest hat mich total angefixt. Ehrlich, ich bin gerade wie im Schreibrausch. Deshalb will ich auch an weiteren Blog-Challenges teilnehmen – die Anmeldung für Bloggen statt Burnout von Janneke | Blog Your Thing steht schon. Weil regelmäßiges Schreiben nicht nur meine Sichtbarkeit erweitert, sondern auch meinen Mut. Und weil es so viel leichter fällt, wenn man Teil einer Community ist, die dasselbe macht. (Und sich gegenseitig anfeuert, wenn die Motivation mal hängt.)
Körper & Gesundheit
Der Körper vergisst nichts – weder Stress noch Fürsorge. Nach einer intensiven Zeit möchte ich wieder mehr Verbindung zu mir selbst spüren. Nicht durch strenge Regeln oder 5-Uhr-Morgen-Routinen, sondern durch kleine, liebevolle Gesten an mich selbst.
- Ich gehe endlich zum Friseur
Das letzte Mal ist mehrere Monate her und so langsam wird’s höchste Eisenbahn. Vielleicht wird’s mal wieder ein Kurzhaarschnitt – wer weiß. Manchmal braucht’s einfach eine äußere Veränderung, die signalisiert: Neues Kapitel, frischer Wind. - 5 Wochen Reha – und alles rausholen
Und ich werde versuchen, dort alles rauszuholen. Nicht mit verbissenem Ehrgeiz, sondern mit dem Ziel, bald wieder richtig fit zu sein. Für mich, für mein Business, für all die Pläne, die noch kommen. - Dreimal geht’s in die Berge zum Wandern
Ich liebe das Rauschen der Bäume, den Geruch von Erde und den Moment, in dem alles langsamer wird und ich wieder klarer. Wandern ist wie ein Reset-Knopf – nur ohne technische Anleitung. - 10 Kilo leichter bis Jahresende
Ein sportliches Ziel, aber hey – man soll ja groß denken. Und ehrlich? Ich hätte gerne wieder mehr Energie im Alltag. (Und für mein Ziel, im nächsten Jahr am Megamarsch teilzunehmen, wäre es auch nice.) - Ich trinke jeden Tag mindestens 1,5 Liter
Wasser, Tee, vielleicht auch mal verdünnter Saft. Klingt simpel, ist für mich aber eine echte Challenge. Ich bin so jemand, die das Trinken einfach vergisst. Ich bin im Flow, die Erinnerung klingelt, ich schalte sie aus und – zack, vergessen. Dieses Quartal wird das anders. (Hoffentlich.) - Ich hulahoop-e jeden Tag 10 Minuten
Und wenn ich einen Tag auslasse? Dann mache ich am nächsten 20 Minuten. Nicht als Strafe, sondern weil Bewegung auch Spaß machen darf. - Fünfmal 30 Kilometer walken bis Dezember (innerhalb von jeweils sieben Tagen)
Das klingt nach viel. Ist es auch. Aber es ist mein Trainingsweg zurück zu einer alten Sehnsucht: Im kommenden Jahr möchte ich wieder an einem 50-km-Megamarsch teilnehmen. Einfach, weil ich es kann.

Megamarsch Ostsee: Letzte Etappe vor dem Ziel
Seele & Erleben
Dieses Jahr soll nicht mit To-dos enden, sondern mit Erinnerungen. Mit Momenten, die bleiben – auch wenn sie unscheinbar scheinen. Zeit mit Menschen, die mir guttun. Kleine Abenteuer ohne Plan. Und Augenblicke, die mich daran erinnern, dass „erleben“ manchmal einfach bedeutet, präsent zu sein.
- Ich nehme mein erstes Video-Tutorial auf – nur für mich
Geht’s euch auch so? Ihr kommt euch in Videos total fremd vor? Die Stimme in meinem Kopf hört sich jedenfalls so ganz anders an als in Aufnahmen. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Deshalb werde ich das jetzt einfach mal angehen und üben – ohne Publikum, ohne Perfektionsanspruch. Nur für mich. - Ich halte sechs spontane Unternehmungen in Bildern fest
Ich will Momente sammeln, nicht Termine.
Sechs Fotos, die mich daran erinnern: Das Leben passiert nicht in Plänen, sondern zwischendrin. - Ich verbringe einen Nachmittag mit meinem Liebsten in der Therme
Einfach loslassen, lachen, im warmen Wasser treiben – und Zeit nicht messen, sondern genießen. - Ich lese ein Buch nur zum Vergnügen – kein Fachbuch
Etwas, das mich berührt oder inspiriert.
Vielleicht abends mit Kerzenlicht, Tee und dem Gefühl, dass Zeit gerade keine Rolle spielt. - Ich feiere Weihnachten mit meiner ersten Enkelin
Und zwar im neuen Haus meiner Tochter und meines Schwiegersohns. Mit allen Menschen, die mir lieb sind, an einem Ort. Das wird besonders. Das wird schön. Und ich freue mich jetzt schon auf diesen Moment. - Direkt danach ziehen wir mit dem Wohnmobil los
Wohin? Wissen wir noch nicht. Und das ist das Schöne daran. Momente, in denen alles still ist, erwarten mich – der Tag besteht nur aus Wald, Licht und Zeit, und die einzige Entscheidung lautet: Kaffee oder Tee?
Was bleibt
Am Ende zählt nicht, wie viel ich geschafft habe, sondern wie sehr ich dabei ich selbst geblieben bin. Diese Liste ist keine Pflichterfüllung, sondern eine Einladung – an mich, bewusster zu leben, milder mit mir zu sein und dem Prozess zu vertrauen.
Ich will mich am Jahresende nicht fragen, was ich hätte tun sollen, sondern sagen können:
„Ich habe erlebt, was ich erleben wollte.
Ich war präsent, ehrlich, und ich bin ein Stück weitergekommen – leise, aber stetig.“
✨ Mein Motto für das 4. Quartal 2025:
Klarheit vor Perfektion.
Bewegung vor Planung.
Vertrauen vor Kontrolle.



